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Suzuki rockt... will uns die Werbung weismachen.

Werbung will die Konsumenten dazu bringen, etwas zu kaufen, das sie nicht brauchen. Für wirklich lebensnotwendige Sachen muß nicht geworben werden, das kaufen (oder klauen) sich die Leute sowieso. Werbung ist nur bei unnützen Dingen notwendig. Aber wie funktioniert das Verkaufen von Unnützem? Man kann z.B. versuchen, den Konsumenten einzureden, daß sie das Zeug wirklich brauchen. Ein paar Leute sind dumm genug, das zu glauben, aber die meisten nicht.

Also greift der gewiefte Werber zu einem alten Trick: Es wird gar nicht die tatsächliche Brauchbarkeit eines Produkts betont, sondern es wird vielmehr ein Lebensgefühl, ein Wunsch, ein Lifestyle oder eine Sehnsucht mit dem Produkt verbunden. NIKE z.B. ist keine Turnschuhfirma (die Schuhe werden von den verschiedensten Fabriken in Lizenz hergestellt), sondern eine Imagepflege-Firma. Das funktioniert irre gut. Was die Brauchbarkeit angeht, ist der NIKE-Schuh nicht achtmal besser als der No-Name-Schuh im Regal daneben, aber er ist trotzdem achtmal teurer, und das zu Recht: Wer NIKE kauft, kauft das IMAGE von NIKE. Er will sich mit diesem erfolgreichen, hippen, sportlichen Label identifizieren und dazugehören. Andere Firmen gehen ganz ähnlich vor; schauen wir uns mal SUZUKI an:


Quelle: http://www.suzuki-auto.de/auto/live/modelle/jimny/rockamring.html

Hier wird Werbung für einen kleinen Geländewagen gemacht, also für etwas völlig überflüssiges. Daher kaufen das die Leute nicht von sich aus. Also muß dieses Produkt mit einem IMAGE versehen werden, das viele Leute toll finden. Viele Leute finden Rock am Ring toll – was liegt näher als ein Rock-am-Ring-Sondermodell zu machen? Die Werbung muß das natürlich entsprechend festivalartig darstellen. Also fotografiert man das Auto auf einer WIESE mit ZELTEN und JUNGEN LEUTEN, die ATTRAKTIV sind, bald SEX haben werden und MUSIK machen und BIER mögen. Wer möchte da nicht dabei sein?

Rock am Ring ist rockig, also sollte auch die Musik für die SUZUKI-Werbung rockig sein: der junge Modelschönling hält eine E-GITARRE. Und ein TOTENKOPF ist auch rockig, also könnte man in die SUZUKI-Werbung auch einen Totenkopf integrieren – warum eigentlich nicht auf dem Bierkasten?


Quelle: http://www.suzuki-auto.de/auto/live/modelle/jimny/rockamring/fahrwerk.html

Der Totenkopf auf dem Bierkasten ist, Ihr habt es schon erraten, unser Pogorausch-Skull. Die Werbeprofis von SUZUKI verbinden diesen Bierkasten mit dem IMAGE "rockig". Was sie damit verkaufen wollen, hat allerdings nur soviel mit Totenköpfen zu tun, als sich die hohe Motorhaube des Geländewagens besonders gut dafür eignet, Kinderköpfe zu knacken.

Es bleibt schließlich die Frage: welches IMAGE will Pogorausch mit dem Totenkopf verkaufen? Denn wenn es allein um die Brauchbarkeit für den Konsumenten geht, ist Pogorausch Pralles Pils auch nicht viel nützlicher als jedes andere Qualitätsbier. Der Unterschied besteht vielmehr darin, daß Pogorausch-Kunden ihr Geld nicht großen Konzernen (wie InBev/Interbrew oder eben Suzuki) geben, sondern einer kleinen Firma aus der Punkszene. Pogorausch hat mit Rock am Ring gar nichts zu tun und mit SUZUKI erst recht nicht. Wir haben kein Geld von denen bekommen (und sind auch nicht gefragt worden). Wir verklagen die auch nicht, weil das nur Scheisser tun.

Der Pogorausch-Skull bei Pogorausch ist authentisch, es ist Hubis original Artwork.
Der Pogorausch-Skull bei Suzuki ist hohler Fake wie ihn sich Werbewixer ausdenken.

(Wenn mich die Werbewixer oder SUZUKI dafür übrigens anzeigen wollen: Mein Name ist Peter Seyferth.)

 
 
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